Stausee Rozkoš
Noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es in der Herrschaft Nové Město 748 Teiche. Der größte war Rozkoš. Seine Fläche betrug 141 Hektar. Er hatte einen kurzen festen Damm, der eine große Wassermenge einhielt. 1834 wurde er abgelassen und es blieb nur der gleichnamige Bach. In den Jahren 1966 – 1976 wurde ein weit größerer Stausee angelegt. Er heißt auch Rozkoš und wird auch „ostböhmisches Meer“ genannt. Seine Fläche beträgt etwa 1000 ha, mehr oder weniger – je nach dem, ob es regnet oder trocken ist. Dem entspricht sein Volumen, über 50 Millionen m3 Wasser.

Der Stausee wird vom Fluss Úpa gespeist und dient als Wasserrückhalt für verschiedenen Bedarf. Hauptsächlich als Bewässerungseinrichtung für das Elbtal und sichert ebenfalls die Schiffbarkeit der Elbe ab. Er hat aber noch weit größere Aufgaben. Die große Wasserfläche trug zur Schönheit der Landschaft bei und zieht besonders im Sommer eine große Zahl Wasser liebender Touristen, Segler und Angler an.
Babiččino údolí (Großmutters Tal)
Das Tal gehört zum Naturschutzgebiet und heute wird der südliche Teil von České Skalice bis zur Mühle Slatinský mlýn Nationales Naturdenkmal mit breitem Schutzstreifen bezeichnet. Seit 1981 führt nach Ratibořice und auf Rýzmburk ein Lehrpfad. Er ist 7,5 km lang und hat 18 Informationstafeln und 7 literarische und naturwissenschaftliche Haltestellen. Der Pfad ist von Mai bis Oktober in Betrieb. Im Tal Babiččino údolí kann das Schloss Ratiboř, der Schlosspark, die Herrschaftsmühle und Mangel, das herrschaftliche Gasthaus, Gewächshaus, der Rýzmburker Altan, der Jagdpavillon, das Wehr Viktorčin splav, die Plastik Babička s dětmi (Großmutter mit den Kindern) und die Alte Bleiche angeschaut werden. Zu den Denkmälern in České Skalice gehören unter anderem das Božena Němcová Museum, das Textilmuseum, die Schule Barunčina škola und das Božena Němcová Denkmal.

Schloss Ratibořice
Dank „Babička“ (Großmutter) von Božena Němcová ist das Schloss als Sommersitz der Herzogin Kateřina Zaháňská bekannt. Die heutige Gestalt des Schlosses entspricht dem zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als Kateřina Zaháňská von ihrem Vater Náchod und Ratibořice erbte. 1811 ließ sie den Wirtschaftshof beseitigen. Aus dem Teich zur Viehtränkung machte sie einen See. Im Tal Ratibořické údolí von České Skalice bis Rýzmburk legte sie einen ausgedehnten englischen Park, übergehend in freie Natur mit Wiesen, Baumgruppen, vielen Wegen und Pfaden, Alleen und Brücken über den Fluss, an. Das Schloss hat einen Rhombengrundriss, Erdgeschoss und Obergeschoss, aus dem Walmdach steigt ein Halbgeschoss heraus.
Staré bělidlo (Alte Bleicherei)

Eine Holzhütte mit Schindeldach aus dem Jahre 1797. Hierhin verlegte Božena Němcová die Handlung ihres Buchs Babička (Großmutter). Auch die die Alte Bleicherei wurde nach 1945 mit zeitgenössischem Volksmobillar und Einrichtung nach den Erzählungen der Schriftstellerin ausgestattet. In der heutigen Alten Bleicherei haben Pankles niemals gewohnt.

Božena Němcová verbrachte hier mit ihren Kindern die Ferien. Die ursprüngliche Herrschaftsbleicherei stand in der Nähe des alten Schlossgewächshauses, als sie Kateřina Zahánská im Jahre 1830 abreißen ließ, teilte sie Pankles eine Kellerwohnung mit zwei Zimmern zu.
