Nove Mesto nad Metuji
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Brunnen und Plastiken

 

Brunnen

           
Aus den Bürgermeisterblättern geht hervor, dass ein Brunnen auf dem Ring und einer in der Vorstadt Krajský předměstí war. Das Wasser wurde in Leitungen zugeführt. Die Nachricht über die beiden Brunnen schließt nicht die Existenz weiterer aus. Die ursprünglichen Brunnen aus der Renaissancezeit waren aus Holz. Außer Brunnen fertigten die Zimmermänner noch Bottiche an. Am Brunnen standen Bütten und es war dort auch ein Trog, der als Viehtränke diente. Der Wasserverbrauch war relativ hoch, da das Vieh morgens getränkt wurde, bevor es auf die Bořetíner Weide getrieben wurde und erneut abends bei der Rückkehr. Mit dem überflüssigen Wasser wurde ein Teich gespeist. Wasser zum Kochen und zur Bierbrauerei wurde aus Brunnen geholt. Das Aufhacken des Eises war die Pflicht des Wehrmanns, der sich auch um die Rinne zum Brunnen und zum Teich kümmern musste.
 

Brunnen

 
Der erste Steinbrunnen ist aus dem Jahre 1663. Er wurde beim Steinmetz in Machov bestellt, der ihn aus einem Sandsteinblock herstellte. Der schwere Brunnen mit einem Gewicht von 60 q wurde im Winter auf speziell hergestelltem Schlitten hergebracht: der Transport dauerte fünf Tage, es mussten die Brücken verstärkt werden. Der Transport weckte die Aufmerksamkeit in drei Herrschaften. Der Brunnen wurde in der Nähe des Teiches aufgestellt. Später wurde er vor das Haus Nr. 1006 in der Vorstadt Horské předměstí versetzt und 1932 erneut zurück auf den Platz vor die Herrschaftsbrauerei, die gerade liquidiert wurde, gebracht. Der Schlossbesitzer Josef Bartoň bezahlte der Stadt für den Brunnen 500 Kronen. Im Jahre 1954 musste der Brunnen dem Smetana- Denkmal Platz machen und zog auf die andere Seite der Zufahrtsstraße zum Schloss in den Schlosspark, wo er bis heute steht.
 
Der zweite Brunnen, etwas kleiner, ist aus dem Jahre 1709. Er ist auch aus einem Sandsteinblock und stammt aus den Felsen von Německá Čermná der Grafschaft Kladský, die damals zum Böhmischen Königreich gehörte. Er wurde auf dem Platz am Dekanat aufgestellt. Von hier wurde er vor das Haus Nr. 30 in der Straße Dlouhá ulice versetzt. Jetzt steht er am Friedhof auf Bořetín.
           
 

Plastiken und Plastikgruppen

 
Die Mariensäule oder auch Säule der Jungfrau Marie ist ein Barockdenkmal. Sie wurde im Jahre 1696 von der Stadt aus Dankbarkeit, dass sie nicht von der Pest erfasst wurde, aufgestellt. Dies geschah erst 15 Jahre nach der Pestepidemie und diese fünfzehn Jahre sind Beweis, dass die Stadt damals mit Finanzproblemen zu kämpfen hatte. 
 
Die Gruppe der Heiligen Dreifaltigkeit steht seit 1767 auf dem Platz, wo sie auf Kosten der Stadt als Dank für die Beendigung des Siebenjährigen Kriegs aufgestellt wurde. Es ist eine Rokokoplastikgruppe aus Sandstein auf einem hohen Sockel. Bei Ebnung der Fläche des Platzes im Jahre 1905 mussten an die Plastikgruppe weitere Stufen angebaut werden.
 
Die Plastik des H. Jakubs wurde von der abgerissenen Kirche H. Salvátor gebracht, sie steht an der Kirchenwand.
 

Denkmal Bedřich Smetana

 
Das Denkmal Bedřich Smetana ist eine wertvolle Zierde des Platzes. Es wurde im Jahre 1954 im Park vor dem Schloss aufgestellt. Autor der Plastik ist der hier geborene akademische Bildhauer Josef Marek. Es erschaffte ein ungewöhnlich gelungenes Werk, dessen Interpretation weit vor den Schöpfungen anderer Künstler lag.
 

Steinbrunnen

 
Anlässlich des 500. Jubiläums der Stadtgründung wurde auf dem Platz zwischen dem Vereinshaus und der Dekanatkirche eine Plastik des Stadtgründers Jan Černčický von Kacov aufgestellt, deren Autor der akademische Bildhauer Petr Novák aus Jaroměř ist.
 

Plastik des Stadtgründers Jan Černčický von Kacov

 
 Seit Oktober 2006 blickt vom Felsausläufer am Eingang auf den historischen Platz am Turm Zázvorka die Plastik „Allegorie der Mettau“ vom akademischen Bildhauer Olbram Zoubek auf den Fluss.
 

 Plastik Allegorie der Mettau

 
 
 
 
27.2.2009 | Mgr. Zdeněk Továrek