Zur einfacheren Identifizierung der einzelnen Häuser sind die heute zugeteilten Nummern aufgeführt. In Nové Město nad Metují wurden die Häuser im Jahre 1785 nummeriert. Noch unlängst galt, dass an den Hausnummern am Platz ein A war, im Viertel Krajské předměstí ein B und im Viertel Horské předměstí ein C. Diese Kennzeichnung wurde geändert. Zu den Haunummern am Platz wurde 1200, im Viertel Horské předměstí 1000 hinzugefügt und die Nummern im Viertel Krajské předměstí blieben gleich.

Schloss
Es befindet sich im Westzipfel der Stadtdenkmalsreservation, die sich auf dem Kalksteinfelsvorsprung, von drei Seiten vom Fluss Metuje umgeben, ausbreitet. Die Stadt mit dem Schloss ist eine in das Gebirgsvorland des Orlické hory (Adlergebirge) eingesetzte Perle. Sie liegt in der Nähe des sog. Zemská branka – dem Übergang in das benachbarte Polen, wo schon seit dem Altertum ein Handelsweg führte. Die Geschichte des Schlosses beginnt im Jahre 1501, als von Jan Černčický von Kacov dessen Kern in Gestalt einer spätgotischen Burg gegründet wurde.

Nach Černčický besaßen die Herrschaft die Pernštejner, welche sich unter anderem durch Reparatur der Burg verdient machten. Bedeutende Bauherren in der Geschichte des Herrschaftssitzes waren in der 2. Hälfte des 16. Jh. die Stubenberger. Ihr Renaissanceausbau der Burg ist in Details noch heute erkennbar.

Nach Ende des Dreißigjährigen Kriegs kam es in den Jahren 1651 – 1660 zu einem bedeutenden, diesmal frühbarocken Umbau. Bauherren waren die Schotten Leslie, die italienische Künstler hinzuluden. Als Bauherren wurden Carlo Lurago, Domenico Rossi und Fortunato Duretti ernannt. Im Jahre 1802 starb das Geschlecht der Grafen Leslie aus und das Schloss wurde von seinen Besitzern nicht mehr dauerhaft bewohnt. Besitzer aus den Geschlechtern Dietrichstein-Proskau-Leslie, Attems und Lamberg besuchten es nur gelegentlich.

Im Jahre 1812 hielt hier der russische Zar Alexander I. bei seiner Reise zur Verhandlung gegen Napoleon mit dem preußischen König und österreichischem Kanzler an.
Der Verfall des Schlosses wurde erst im Jahre 1908 aufgehalten, als es die Industriellen, die Gebrüder Josef Bohumil und Cyril Adolf Bartoň aus dem unweiten Náchod kauften, um es zu einem würdevollen und repräsentativen Familiensitz auszubauen. Die Gesamtrekonstruktion und Umarbeiten wurden dem renommierten Architekten Dušan Jurkovič anvertraut. Die Bauarbeiten wurden 1911 beendet, die Jugendstilumgestaltung einiger Innenräume dauerte noch bis zum Jahre 1913. Im Jahre 1912 wurde das Geschlecht Bartoň mit dem Prädikat aus Dobenín nobilitiert. Von der Absicht der gemeinsamen Bewohnung ließen die Brüder im Jahre 1910 ab, als Cyril Bartoň Schloss und Großgut Zbraslav bei Prag kaufte, wohin er mit seiner Familie umzog. Der Architekt Jurkovič passte nicht nur Innenräume und Außengestalt dem Geist der Zeit und seinen Vorstellungen über die Umwandlung des verfallenden historischen Gebäudes in einen repräsentativen Sitz an, aber er stattete es auch technisch aus und modernisierte es. Das Schloss wurde elektrifiziert, es erhielt eine zentrale Warmwasserheizung, Telefon, Badezimmer, eine moderne Küche, einen Personenaufzug und einen für Speisen. Das alte, unter dem Südwestflügel des Schlosses am Fluss stehende Wasserwerk, welches seit 1688 über 219 Jahre das Schloss, die Herrschaftsbrauerei und auch die Stadt mit Wasser versorgt hatte, baute er in ein Wasserkraftwerk um.

Dieses Kraftwerk mit technischer Ausrüstung der Firmen Štorek (Kaplanturbine) und Bartelmus-Donát aus Brno (Alternator), modernisiert in den 30. Jahren des 20. Jh., arbeitet bis heute.

In der Zeit der Ersten Republik (zwischen den beiden Weltkriegen) schloss an Jurkovič bei Gestaltung der Innenräume der Architekt Pavel Janák, in Zusammenarbeit mit den Künstlern Helena Johnová, Marie Teinitzerová und František Kysela, an, dieses Mal im Stil Art deco. In den Jahren 1940 – 1941 führte er die letzten, funktionalistischen Änderungen durch. Beide Architekten arbeiteten mit erstklassigen Materialien und Spitzenkünstlern und Lieferanten ihrer Zeit. Gegenwärtig befindet sich das Schloss nach mehr als vierzigjähriger Pause wieder im Besitz der Familie Bartoň – Dobenín, welchen es vom Staat mit einigem weiteren Eigentum im Jahre 1992 zurückgegeben wurde. Das Schloss ist (unter bestimmten Bedingungen ganzjährig) der Öffentlichkeit zugänglich, im gleichen vollen Umfang wie in der Zeit der staatlichen Verwaltung. Es können die Innenräume der Architekten Jurkovič und Janák, die Textilsammlung von M. Teinitzerová und die Keramiksammlung von H. Johnová bewundert werden. In der Sammlung weiterer Kunstwerke sind die Künstler F. Bílek, P. J. Brandl, J. Čermák, A.Hudeček, B. Jaroněk, J. Kupecký, J. Mánes, J. Mařák, J. V. Myslbek, V. Nechleba, V. Sedláček, K. Škréta, O. Španiel, J. Štursa, M. Švabinský, J. Úprka und weitere vertreten. Eine umfangreiche Umgestaltung und Revitalisierung machte in den Jahren vor dem 1. Weltkrieg unter der Leitung des Architekten Jurkovič auch der Schlossgarten durch. Außer architektonischer Gestaltung, projektierte er hier ein beheiztes Gewächshaus und ein vom Fluss Metuje gespeistes Wassersystem für die Bewässerung, zur Wasserversorgung der Brunnen und anderer Wasserelemente. Der obere Teil in unmittelbarer Nähe des Schlosses wurde in Terrassen mit Blumenrabatten und Holzzäunchen gegliedert. Über eine abgedeckte Holzbrücke, verziert im Sinne Walachischer Volksbauten, von denen sich Jurkuvič beim Bau im Jahre 1911 inspirieren ließ, gelangt man in den unteren Teil des Gartens. Dieser ist in drei Teile gegliedert. Der rechte mit Gewächshaus hat Anbau-, Versorgungsfunktion mit der Aufgabe mit Blumen, Gemüse und anderen Produkten zu versorgen. Der linke Teil ist als Obstgarten gestaltet und es befand sich dort ein Tennisplatz und Schwimmbecken. Die mittlere Etage mit Bosketten, Einfassungen und Barockbrunnen erfüllt Zierfunktion. Bestandteil ist ein „Theatron“ mit Steinfiguren aus dem „Zwergenkabinett“. Zusammen mit anderen Figuren vor dem Eingang in das Schloss stammen sie aus der Werkstatt des Barockbildhauers Matyáš B. Braun aus dem 1. Drittel des 18. Jahrhunderts. Ursprünglicher Bestimmungsort war das Areal des Barockmagnaten, des Grafen F.A. Sporck in Kuks. Für die Verzierung und Bereicherung des hiesigen Schlosses wählte sie ebenfalls der Architekt Jurkovič aus. Der Schlossgarten Nové Město ist eine Reminiszenz italienischer Barockgärten, allerdings mit klaren Jugendstilelementen seiner Entstehungszeit, besonders in den ursprünglichen Absichten des Architekten Jurkovič in der Geometrie und Bepflanzung der Beete. Es ist auch der letzte formal angelegte Schlossgarten seiner Art auf unserem Gebiet bis Ende des 20. Jahrhunderts.

Großen Beispielswert für gegenwärtige Umgestaltungen historischer Gebäude und für die Entwicklung der Denkmalspflege haben die durch die Architekten Jurkovič und Janák verwirklichten Innenräume, da sie bei der Applikation ihrer zeitgenössischen, modernen künstlerischen Invention, maximal den Kunst- und Denkmalswert der älteren Verzierungen respektierten, diese im möglichen Maße nach Zustand und Wunsch des Besitzers weiteren Generationen zur Bewunderung erhielten.

Der nördliche Hauptturm „Máselnice“ (Karn) ist 30 Klafter (53 m) hoch und hat in 25 m Höhe eine abgedeckte Galerie, von der ein Ausblick auf die breite Umgebung und das Panorama des Riesengebirges und auch des Adlergebirges frei wird. Die Innengestaltung des Turms in Form von Muschelnicken, reich modellierten Stuckmedaillons mit Bildnissen römischer Herrscher und Allianzwappen über der Tür, stammt aus der 2. Hälfte des 17. Jh. Die Treppe aus rotem Xylolith wurde im Jahre 1909 umgebaut, ebenso wie die Brüstung der Turmgalerie, die Turmuhr mit zwei Zifferblättern eines Durchmessers von 1,5 m und zwei Zimbeln mit einem Gewicht von 66 und 45 kg, welche durch ihre „Stimme“ regelmäßig daran erinnern, wie die Zeit davon läuft. Der zweite Turm, der ursprünglich über der Ostecke bis in die Höhe der erwähnten Galerie ragte, soll bei Eroberung des Schlosses im März 1628 nach Explosion des im Turminneren gelagerten Schießpulvers eingestürzt sein. Es wird berichtet, dass 150 Personen in seiner Nähe umkamen. Nicht alle wurden gefunden.
Die italienischen Meister, die sich am frühbarocken Umbau des Schlosses in der 2. Hälfte des 17. Jh. beteiligten, ebenso wie F. V. Harovník mit seinen Malereien al fresco, waren auch bei anderen Bauarbeiten und Verzierungen anderer Herrensitze tätig. Beispiel ist das Schloss im unweiten Náchod, wo sie zu gleichem Zwecke für Ottavio Piccolomini de Aragon, Herzog aus Amalfi, Mitkämpfer des Grafen Walter Leslie in der Kaisersarmee, Initiatoren und Mitakteur in der Exekution von Eger im Jahre 1634, arbeiteten.
Die Räume im 2. Geschoss des nordöstlichen Flügels dienten im 19. Jh. als das Schloss nicht dauerhaft bewohnt war, als sog. Herrenwohnung. Diese zeitgenössisch eingerichteten Zimmer, wurden für gelegentliche Besuche der Besitzer oder ihrer Gäste instand gehalten. Es kann also vorausgesetzt werden, dass hier der russische Zar, Alexander I., bei seinem Besuch im Jahre 1812 bewirtet wurde. Die übrigen Räume des Schlosses wurden in dieser Zeit zu Verwaltungs- und Wirtschaftszwecken genutzt und staatlichen und kirchlichen Ämtern für Wohnungen und Büros vermietet. In den Sälen im 2. Geschoss des Nordwestflügels wurden im 19. Jh. Vereinsbälle, Ausstellungen und Jahresversammlungen veranstaltet.
Übersicht der Geschlechter und Besitzer der Herrschaft und des Schlosses
Jan Černčický von Kácov, Černčice und Krčín 1501 – 1527
Die Herren von Pernštejn 1527 – 1548
Die Herren von Stubenberk 1548 – 1621
Wolfgang I. von Stubenberk 1548 – 1556
Jan von Stubenberk 1557 – 1570
Wolfgang II. von Stubenberk (Verwaltung unter Rudolf) 1570 – 1588
Rudolf von Stubenberk 1588 – 1620
Justina von Stubenberk 1621
Königskammer unter Ferdinand II. 1621 – 1623
Albrecht von Valdštejn 1623 – 1624
Trčkové aus Lípa 1624 – 1634
Magdalena Trčková 1624 – 1629
Adam Erdman Trčka 1629 – 1634
Die Grafen von Leslie 1634 – 1802
Walter von Leslie 1634 – 1667
Jakub von Leslie 1667 – 1693
Jakub Arnošt von Leslie 1693 – 1737
Karel Kajetan von Leslie 1737 – 1762
Leopold von Leslie 1762 – 1774
Antonín von Leslie 1774 – 1802
Die Fürsten von Dietrichstein 1802 – 1858
Jan Karel von Dietrichstein 1802 – 1808
František Josef von Dietrichstein 1808 – 1858
Die Erben der Leslie, Dietrichsteins und Lichtensteins 1858 – 1908
Die Familie Bartoň von Dobenín 1908 – 1948
Josef Bartoň von Dobenín (+1951) 1908 – 1948
JUDr. Václav Bartoň, Mitbesitzer seit 1939 (+1982)
Verstaatlichung des Besitzes 1948 – 1992
Die Familie Bartoň aus Dobenín 1992
Josef Bartoň-Dobenín 1992
Haus Nr. 1210 – ehemaliges Gefängnis
Lange Zeit war es Wach- oder Büttelhaus an der Wallmauer und dem Turm Zázvorka. Der Bau begann nach dem Jahr 1535. Der Hof zwischen Rathaus und Gefängnis hatte in der Mitte eine gepflasterte Straße, über die bei Regen das Wasser abfloss. Das Büttelhaus hatte ein Schindeldach mit Türmchen und Windfahne. Es hatte zwei geflieste Räume und einen Keller. Am häufigsten wurden die Fenster und Gitter repariert, da die Häftlinge immer eine Flucht versuchten. Seinerzeit wurde das Haus sogar als Spital genutzt. Im 19. Jh. wurde es repariert und innen umgebaut. In der Zeit der Ersten Republik dienten zwei Zellen als Stadtgefängnis für Landstreicher, Betrunkene und ähnliche. Sie wurden vom Aufseher bewacht, der im Erdgeschoss seine Wohnung hatte. 1926 musste die senkrechte Wand an der Wallmauer ausgebessert werden. Die zerfallenen Ziegel wurden durch Steine ersetzt. Seit den 50. Jahren des 20. Jh. wurde das Haus zu Wohnzwecken genutzt. Gegenwärtig befinden sich hier eine Galerie und das Informationszentrum.
Zázvorka
Der Name entstand wahrscheinlich nach dem Standort. Er stand hinter der Schranke (závora), welche auf der Straße vor dem Tor Krajská brána stand. Heute ist es ein Aussichtsturm.

Haus Nr. 1220
Das Haus wird schon im Jahre 1507 erwähnt. 1526 entstand hier das Feuer, welches die ganze Stadt vernichtete. Das Haus wurde zwischen 1531 bis 1536 wieder aufgebaut. Ein Jahr später gibt es eine Erwähnung über die Stirnseite. Das Haus hat eine dreiachsige Fassade. Der gewellte Giebel wird durch profilierte Simse eingerahmt. Der Laubengang hat zwei Kreuzfelder mit Graten und zwei Halbkreisarkaden. Die atypische Disposition des Erdgeschosses hat vorne rechts eine Halle mit Halbkreistonnengewölbe mit Knotensegmenten, in der Mitte eine spätbarocke Spindeltreppe, hinten einen breiten Durchgang mit barockem Segmentgewölbe. Links vorne ist eine Halle mit Halbkreistonnengewölbe mit Knotensegmenten, in der Mitte die schwarze Küche, hinten eine auffallend schmalere Kammer mit Tonnengewölbe mit nicht übereinstimmenden Segementen mit Graten. Das Obergeschoss ist neuzeitig.
Haus Nr. 1225 – Fleischbänke und Schule – Stadtbehörde – Vereinshaus
In diesem Haus waren ehemals die Fleischbänke und die Schule, danach die Stadtbehörde, jetzt ist es Vereinshaus und Sitz des Direktors des Stadtmuseums. Die Topografie dieses Raums zur Zeit der Stadtgründung ist unklar. Vor dem Brand stand hier eine Reihe mit vier bis sechs Häusern, von denen eins wohl die Schule war.
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Nach dem Brand wurde hier nach dem Jahr 1526 ein Holzhaus für die Fleischbänke und benachbart, in Richtung Kirche, eine Holzschule erbaut. Aus der Zeit vor dem Brand blieb nur ein gotischer Keller, der mit der Disposition des späteren, gemauerten Hauses nicht zusammenhängt.

Der heutige Bau stammt aus der Phase der jüngeren Renaissance, den Jahren 1589 bis 1591. Im Jahre 1591 war der Bau soweit fortgeschritten, dass die Fleischbänke wieder funktionieren konnte, aber die restlichen Arbeiten zogen sich bis ins Jahr 1595, denn erst in diesem Jahr wurde die Schule feierlich eingeweiht und der Öffentlichkeit übergeben. Sie befand sich im ersten Geschoss des Gebäudes.
Offensichtlich wurde zuerst mit dem Bau der Fleischbänke und der Schule gesondert gerechnet. Die Schule musste in der Nähe der Pfarre sein und weil in dieser Ecke des Platzes nur noch wenig Platz war, wurde die Schule direkt auf den Fleischbänken erbaut.
1825 wurde der Hintertrakt um das zweite Geschoss erhöht, die Giebel zum Platz wurden später abgetragen. Im Hintertrakt der Fleischbänke befand sich eine Schlächterei. Sie wurde 1863 abgeschafft und es wurde ein geeigneter Platz gesucht – auf dem Hof hinter der Kirche, dann hinter dem Kloster, 1873 im Haus 1041 und ab 1895 auf Entwurf von František Marvart auf dem Špítalský kopec in einem neuen Gebäude. 1864 wurde auch der Vordertrakt des Gebäudes um das zweite Geschoss erhöht. Im Jahre 1874 wurden die Fleischbänke geschlossen und die Metzger teilten das Fleisch in den Vorhäusern, wo sie Klötze und Fleischerhaken hatten. Als letzter zog im Jahre 1893 František Škvara in die eigene Fleischerei. Der Umbau in die Stadtbehörde verlief 1893 im Zusammenhang mit der Eröffnung der neuen Schule in der Straße Dlouhá (Komenského) ulice.
Das Gebäude steht frei am Flügel des Ostblocks des Platzes, schon ohne Laubengänge. Zwischen ihm und dem Haus Nr. 1224 führt eine enge Gasse. Beide Häuser sind durch Bögen verbunden. Die Renaissancefassade des ursprünglich eingeschossigen Gebäudes ist auf Abbildungen des Jahres 1850 (siehe Tomeks kolorierte Zeichnung in der Rydlchronik). Das Gebäude hatte im Erdgeschoss eine große gewölbte Einfahrt in die Fleischbänke. An der Hausecke ist es mit zweiflügliger Sonnenuhr mit Aufschrift Hora ruit, respice finem. Iuste vive et cole Deum (Die Uhr läuft, denke an das Ende. Lebe gerecht und ehre Gottes) ausgestattet.
Die Attika mit drei Fenstern und Voluten an den Seiten wurde durch einfach profilierten Sims vom Geschoss und zwei dreieckigen Giebeln abgeteilt. Das Erdgeschoss hat die ursprüngliche Disposition mit Mittelschiff und anliegenden Fleischbänken. Hinter einer starken Wand schließen drei Räume, verbunden durch halbrunde Laubengänge und Zugängen vom Hof an. Das Erdgeschoss hat ein Kreuzgewölbe mit Graten. Vom Obergeschoss, noch unlängst durch Außentreppe von der Südseite zugänglich, sind nur die ursprünglichen Außenmauern erhalten und es war offensichtlich ein einfacher Dreiertrakt mit flacher Decke.
Das Doppeldach mit Dachkehle in der Mitte war mit Türmchen mit Glocke zum Herbeirufen der Schüler geschmückt. Wann der Turm abgebaut wurde, ist nicht bekannt. Ansonsten hatte das Gebäude ähnliches Aussehen wie die übrigen Häuser auf dem Platz. Der Brand im Jahre 1724 vernichtete die Schule. Bei Wiederaufbau wurde die Holztreppe durch eine Steintreppe ersetzt.
Eine Verbesserung der Innenräume verlief in den Jahren 1810 bis 1814. Der Lehrer hatte nun beispielsweise schon eine Wohnung mit zwei Zimmern. Das Gebäude wurde niemals verkauft und so fehlt der Vergleich der Baukosten mit dem Marktkurs, aber der umbaute Raum entspricht dem Durchschnitt. In der Innenausstattung fehlen der teure Welscher Kamin über der schwarzen Küche und unterwölbtes Treppenhaus, aber demgegenüber war das Haus mit Außentreppe ausgestattet und im Unterschied zu einer Reihe von Bürgerhäusern hat es ein konsequent gewölbtes Erdgeschoss mit solidem Kreuzgewölbe.
Im Jahre 1893 wurde das Rathaus im Haus Nr. 1209 geschlossen und die Stadtbehörde zog in das adaptierte Gebäude Nr. 1225. Im Erdgeschoss wurde anstelle der Fleischbänke die Feuerwehr eingerichtet. Dies war durch die hohe und breite Einfahrt möglich. Im Obergeschoss wurden die Büros und darüber der Sitzungssaal, die Stadtsparkasse und die Wohnung für den Geistlichen eingerichtet.
1924 und 1925 wurden das Rathaus und dabei auch der Sitzungssaal rekonstruiert. Damals wurden Wandmalereien und Aufschriften entdeckt, die davon zeugen, dass sich die Schule dreihundert Jahre in diesem Gebäude befand. Z.B. das Bild eines Mannes und die Aufschrift: Si fas est omnes pariter pereatis avari (Wenn es eine Gerechtigkeit gibt, werdet ihr Geizigen alle umkommen). Am Fenster sind dann mit rotem Klumpen die Buchstaben: W S P geschrieben. Es gab noch weitere Aufschriften und Malereien, aber noch mehr beschädigte.
Im Jahre 1981 wurde das Gebäude umgebaut. Die Außentreppe wurde nicht mehr genutzt, die Feuerwehr zog aus und aus diesen Räumen wurde eine Eingangshalle gestaltet, von der eine Treppe in das erste Geschoss führt. Die Jahre 1994-1995 waren im Zeichen einer neuen Rekonstruktion, verbunden mit Austausch der Eingangstür, Fenster, des Daches und einer neuen Fassade.
Haus Nr. 1226 – Wallhaus – Stadtmuseum
Erstmals im Jahre 1539 erwähnt. Als Hinterhaus Nr. 1224 wurde es in den Jahren 1536 – 1539 an die spätgotische Bastei angebaut, die Bestandteil der Stadtbefestigung war. In diese Zeit gehört der Grundorganismus des Hauses im Erdgeschoss und im Obergeschoss. Die Malereien an den Fenstergewänden gehören in das zweite Viertel des 18. Jahrhunderts. Sie haben Porträtmotive in Kartuschen.
Wie schon angedeutet ist das Haus Bestandteil der Halbzylinderbastei. Masse, Gliederung und Gewölbe des ursprünglich eingeschossigen Gebäudes sind erhalten. Der Vordertrakt deckt mit Tonnengewölbe die Gasse hinter dem Haus Nr. 1224 ab. Die Renaissanceeingangshalle mit gekappt profiliertem Gewände am rechteckigen Portal hat Tonnengewölbe und ein Kreuzfeld mit Graten. Der Raum links hat Kreuzfelder und drei Segmente mit Graten in einer Aussparung der Bastei. Im Obergeschoss hat der Raum über der Durchfahrt ein Tonnengewölbe. Der Keller fehlte ursprünglich offensichtlich.
Dieses Haus wurde im Jahre 1569 vom Haus 1224 abgetrennt.
Hier war noch unlängst das Stadtarchiv untergebracht. Es ist Glück, dass es in das Kreisarchiv umgezogen ist, denn in der feuchten Umgebung unterlag es dem Verderben. Mitte der 90. Jahre des 20. Jh. wurde das Haus für Stadtmuseum und Dauerausstellung renoviert.
Kirche Heilige Dreifaltigkeit
Die Kirche Heilige Dreifaltigkeit hat keine Nummer und eröffnet den Häuserblock an der Südseite. Sie ist fest mit dem Haus Nr. 1227 verwachsen.

Jan Černčický rechnete bei Stadtgründung weder mit Kirche noch Pfarre, da beide in Krčín waren. Anstelle der heutigen Kirche stand auf Steinfundamenten ein Holzwohnhaus, ähnlich wie die übrigen.
Für die Stadtbewohner war die Kirche in Krčín recht weit, das war der Grund, warum der Stadtrat im Jahre 1513 das genannte Haus kaufte und nach Abriss des Holzteiles zum Kirchenbau überging. 1519 war der Bau fertiggestellt. Die Baugeschwindigkeit wurde durch reiche Spenden ermöglicht. Im Jahre 1522 wurde der regelmäßige Gottesdienstwechsel in Krčín und Nové Město abgemacht. Ab 1523 diente die Kirche voll ihrem Zweck. Die neue Kirche hatte einen fast quadratischen Grundriss, war gemauert, hatte einen freien Dachstuhl ohne Decke. Der Turm stand noch nicht, an seiner Stelle war ehemals die Sakristei. An die Kirche wurde schrittweise Immobilienbesitz, wie der erste Garten auf Bořetín und die Wiese auf Provaznice angegliedert.

Das Feuer im Jahre 1526 erfasste auch die Kirche. Alles aus Holz, vor allem der Dachstuhl und die Deckung brannten nieder, nur die Wände blieben. Hier hatte die Kirche gegenüber den übrigen Bürgerhäusern einen Vorteil. Für die Maurer gab es nicht viel Arbeit. Die Holzteile wurden schnell ersetzt und schon 1527 diente sie wieder ihrem Zwecke. Sie hatte ein Schindeldach mit Ziertürmchen. 1528 wurde sie fertiggestellt und die Fenster verglast. Für die Reparatur kamen Spenden, auch aus entfernteren Orten zusammen.
Im Jahre 1528 wurde die Kirche verlängert und eine Empore oder auch Kirchenchor eingebaut. Im Jahre 1530 wurde mit dem Bau des Turms begonnen. Er wurde an den Südteil der Kirche, an das Presbyterium angebaut. Es ist ein gewaltiger, hoher, kantiger Bau, fast quadratischen Grundrisses. Die Fertigstellung der Kirche und des Turms wird dem Jahr 1541 zugeordnet, als sie ein Jahr davor durch Anregung von Jan von Pernštejn gründlich umgebaut wurde. Die damalige Gestalt ist bis heute erhalten.
Der Turm hat eine Galerie, einen Helm und zur Festigung ist er durch einen Bogen mit der Stadtmauer verbunden. Früher wohnte darin der Turmwächter. Am Kirchturm wurde die Gemeindeuhr angebracht mit der Glocke „Wecker“. Weil die Uhr alljährlich eine Reparatur benötigte, schenkte Jan von Kacov der Gemeinde eine Wiese, die Uhrmacherwiese genannt wurde. Die Uhr schlug auch Viertelstunden. 1584 wurde der Turmdachstuhl abgerissen und neu errichtet. Darunter wurde eine Warte mit vier Fenstern eingebaut, um welche rundherum an allen vier Seiten ein Holzlaubengang mit Geländer angebracht wurde. Heute hängen im Turm drei Glocken aus den Jahren 1542, 1949 und 1994.
Die Kirche hat Kreuzgewölbe und wird durch gotische Fenster geziert. Jan von Pernštejn schenkte ihr 1543 ein Zinntaufbecken. Darauf ist das Pernštejner Wappen mit Auerochsen. Der Dekan Pelhřím Novák verkaufte es aber in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts und jetzt befindet sich das Taufbecken im Depositorium des Nationalmuseums.
1556 machte die Kirche weitere Bauarbeiten durch. An die Außenseite wurde eine abgedeckte Treppe auf den Kirchenchor angebaut und der Innenraum wurde unter das erste Geschoss des Nachbarhauses verlängert.
Ab 1567, als die Pfarre offiziell von Krčín nach Nové Město verlegt wurde, war die Kirche nicht mehr Filialkirche. Aus diesem Anlass kam es zu weiteren Baumaßnahmen.
Nach dem Brand 1639 wurde ein neuer Dachstuhl errichtet.1677 erhielt die Kirche einen neuen Altar (Heilige Dreifaltigkeit) und eine neue Orgel. 1777 wurden Deckenfresken angeschafft.
Im Jahre 1805 stürzte ein Großteil des Daches ein, es kam aber zu keinen Verletzungen. Unter finanzieller Hilfe des Fürsten Karl von Dietrichstein wurde das Dach repariert und mit Ziegeln gedeckt.
Unter Fürst František Josef von Dietrichstein musste 1817 das baufällige Dach über dem Presbyterium abgenommen werden. Auch dieses Dach wurde repariert und mit Ziegeln gedeckt. Aus dieser Zeit stammt auch das Türmchen. In den Jahren 1821-2 wurde im Zusammenhang mit Änderungen die Krypte abgeschafft und das Fußbodenniveau durch Sandanfuhr und Fliesung erhöht. Der Außenmantel wurde im Jahre 1896 in die heutige Gestalt gebracht.
Das Kirchenschiff ist rechteckig, daran liegt das polygonale Presbyterium an. Das Dach hat zwei verschiedene Formen. Über dem Presbyterium ist ein Walmdach, die schrägen Dachflächen sind dreieckig. Der große Kirchenraum hat ein Satteldach. Die Westseite der Kirche schloss früher mit Renaissancegiebel mit den bekannten Schwalbenschwänzen ab. Sie wurden im Jahre 1875 abgetragen. Heute ragt die Rückwand nur unwesentlich über das Dach des Dekanats.
Das Innenschiff hat ein Kreuzgewölbe mit eingezogenen Graten.
Durch Aufbau der Kirche erhielt die Stadt eine zweite, sehr bedeutende Dominante. Ihre Silhouette erhebt sich hoch über die Stadt und ist ein würdevoller Partner des Schlosses.
Die Kircheninneneinrichtung stammt überwiegend aus dem 17. Jahrhundert. Die Orgel ist aus dem Jahre 1656 und wurde von Jiří Weindt aus Křešov angefertigt. Zu Beginn war es eine einheitliche Kulisse, aber im Jahre 1851 wurde sie in zwei Teile geteilt. An der Stirnseite des Kirchenchors hängt ein altes Marienbild aus dem Jahre 1726. Es ist interessant, da am unteren Rand die Silhouette unserer Stadt gezeichnet ist und die Hausgiebel haben noch die Pernštejner Ausschweifungen. Dadurch wird, neben der Bauerforschung, auch nachgewiesen, dass dieses Bauelement bei uns in der Pernštejner Zeit angewendet wurde. Das Bild über dem Hauptaltar stammt aus dem Jahre 1691 und stellt die Heilige Dreifaltigkeit dar. Es wurde in Graz gemalt und der Kirche von Graf Jakub von Leslie gewidmet. Im Jahre 1745 wurden die Wände mit Bildern des Kreuzwegs geschmückt. Der heutige Kreuzweg stammt aus dem Jahre 1905. Sie wurden vom in Černčice geborenen akademischen Maler Josef Ladislav Šichan gemalt. Der Hauptaltar ist ein großartiges Barockwerk. Im Jahre 1851 gab ihm der „Staffierer“ Jan Král aus dem Haus Nr. 1050 seinen ehemaligen Glanz zurück. In den Galerien der Geschosse befinden sich, früher unten angebrachte Bilder und weiter Bilder von Václav Hellich aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, die Jan Karel Rojek bestellte.
In der Nische im Kirchengemäuer links vom Eingang steht die Plastik des H. Jakub. Diese Sandsteinplastik zierte ursprünglich die Front der Kirche H. Salvátor, wo sie in einer Nische über dem Portal in Richtung des Tors Krajská brána stand. Als die Kirche 1877 abgerissen wurde, ließ der Kaufmann František Smola sie auf eigene Kosten am Dekanat auf einen achteckigen Brunnen stellen, den er dort vorab, ebenfalls auf eigene Kosten, aufstellen ließ. Dieser kleine Brunnen, vorher viereckig, war aus einem Sandsteinblock. Als 1896 die Wasserleitung gebaut wurde, wurden Brunnen und auch Plastik in den Dekanatgarten versetzt. Etwas später wurde die Plastik in den Altan im Dekanatgarten gebracht. Bei der Reparatur der Kirche im Jahre 1922 wurde sie renoviert und auf einen Sockel in die Nische in der Kirchenwand gestellt. Davor ist ein Eisengitter angebracht.
Im Jahre 1886 wurde die Kirche vom Maler Haněk aus Nový Hradek ausgemalt.
Eine größere Reparatur machte die Kirche unter Dekan Novotný im Jahre 1922 durch. Sie war schon sehr heruntergekommen und die Reparatur konnte nur dank Josef Bartoň – Dobenín erfolgen. Der Dachstuhl musste verstärkt und das Dach gedeckt werden. Es wurde ein Sims angeschafft, den alle Jahre zuvor Bretter ersetzt hatten. Die Kirche wurde neu ausgemalt. Im Jahre 1973 erhielt die Kirche eine neue Fassade. Damals wurde bestätigt, dass die Kirche aus dem gleichen Material wie die Bürgerhäuser erbaut wurde.
Die vorletzte Reparatur der Kirche erfolgte im Jahre 2000. Bei der letzten umfangreichen Reparatur unter Administrator Linhart, im Jubiläumsjahr der Stadt 2001, wurde der Fußboden auf das ehemalige Niveau gesenkt. Gleichzeitig wurden 5 wertvolle Grabplatten (die älteste vom Herrn Jan Stang von Bobersteinu und von Stonsdorf aus dem J.1555 ), Reste von Grabstellen, Keramikscherben aus dem 14. – 16. Jahrhundert, Knochenreste Bestatteter und aus der Urzeit starkwandige Keramik und Gruben von Pfahlbauten (es kann, hinsichtlich anderer zusammenhängender Funde in der Lokalität die Zeit der Lausitzer Kultur vorausgesetzt werden) gefunden. Anschließend wurde die klassische Orgel auf den Stand der letzten Gestalt von Hanisch restauriert.
Doppelhaus Nr. 1227 und 1228 – Dekanat
Die Dekankirche hat einen Teil der Mauern mit dem Dekanatsgebäude gemeinsam. Da der Krčíner Pfarrer seine Kirchengrundstücke in Krčín hatte, trachtete er nicht danach, in Nové Město zu wohnen. Am Ende musste er sich aber anpassen. 1523 wurde neben der Kirche das Haus Nr. 1227 gekauft. Die Hauptarbeiten daran erfolgten bis 1534 und im nachfolgenden Jahr konnte der Pfarrer, der bis dahin in der Vorstadt Krajské předměstí wohnte, in die Pfarre einziehen. Die Pfarre als Amt wurde erst im Jahre 1567 aus Krčín übertragen. Die ursprüngliche Pfarrerwohnung war lang und schmal. Um eine etwas größere Breite zu erreichen, musste der Bau über den westlichen Kirchenanbau geführt werden. Zu Beginn hatte die Pfarre drei Räume, ein Zimmer, eine Kammer und eine Gesindestube.
Bis 1623 war es eine Utraquistenpfarre, nach diesem Jahr katholisch. Im Jahre 1625 wurde sie zum Dekanat erhöht. Der Dekan Martin Bittner baute 1681 den sog. Kapuzinerraum an.
Vor dem Dekanat stand ein Holzbrunnen, der im Jahre 1709 durch einen Steinbrunnen ersetzt wurde.
Das Dekanat wurde im 18. Jahrhundert durch hinten angebauten Raum erweitert. 1772 wurde das benachbarte Bürgerhaus Nr. 1228 zugekauft und bei den Bauanpassungen wurden beide Häuser in eins vereinigt. 1813 ließ Dekan František Kouba das Dekanat tünchen und das Dach decken. Er erweiterte das Wirtschaftsgebäude, baute einen Schuppen an und zäunte den ganzen Hof mit einer neu erbauten Wand ein. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts war das Dekanat in einem so desolaten Zustand, dass es eher an einen Trümmerhaufen erinnerte. Der Dekan Karel Rojek und die Kaplane mussten Ende der 50.Jahre des 19. Jahrhunderts in das Schloss umziehen, wo er sich aber erkältete und im Jahre 1862 suchte er Zuflucht im Haus Nr. 1235, welches dem Kaufmann Smola gehörte. Noch im gleichen Jahr ging er aber aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen nach Budyně nad Ohří. Der neue Dekan Pelhřim Novák wohnte bis zur Fertigstellung des Dekanats auch im Haus Nr. 1235.
Der Aufbau des Dekanats, der sich auf die Jahre 1867 bis 1869 konzentrierte war wirklich gründlich. Der gesamte Bau des Nachbarhauses wurde um das zweite Geschoss erhöht und es entstand ein neues großes Gebäude mit schrägem Dach zu den Dächern der Nachbarhäuser. Die Haustiefe bindet an die Breite der Kirche an.
Das Haus Nr. 1228 wurde, wie schon gesagt, 1867-69 umgebaut und behielt nur seine Außenmauern. Nachträglich wurde ein Stück starke Wand im Erdgeschoss angemauert. Der Laubengang hat zwei Kreuzfelder und zwei Arkaden. Der gotische Keller mit Tonnengewölbe hat einen umbauten Raum von 99 m3.
Haus Nr. 1234
Eckhaus, eng am einstigen Tor Horská brána anliegend. Es steht außerhalb des Platzvierecks an der südwestlichen Ecke. Erstmals im Jahre 1520 erwähnt. Es ist das einzige Haus, welches ohne große Schäden das vernichtete Feuer des Jahres 1526 überstand. Im Jahre 1549 wurde es einem großen Umbau unterzogen. Seine Westseite bildet die Stadtmauer, das Erdgeschoss hat eine offensichtliche Renaissancedisposition, den Barockumbau belegen die Holzdecken. In den Organismus des Hauses griff der Umbau im Zusammenhang mit dem Abriss des Tors Horská brána im Jahre 1905 ein. Damals wurde die neue Südstirnwand hochgezogen. Die unregelmäßige, vierachsige Stirnwand hat links zwei Konsolen eines ehemaligen Erkers. Das rechteckige Portal führt in die mittlere Halle mit Halbkreistonnengewölbe mit Gratsegmenten. Hinten links ist eine Kammer mit Tonnengewölbe und vorn ein großer Raum mit barocker Balkendecke, die sich ebenfalls im Obergeschoss und über dem Treppenhaus befindet. Rechts verläuft vom Keller bis ins Obergeschoss ein Trakt mit Tonnengewölbe mit massiven gotischen Wänden des gotischen Kerns vor dem Jahr 1526, der im Erdgeschoss ein paar dreieckige Knotensegmente hat.
Zeichen an den Häusern
Früher hatte jedes Haus sein Zeichen. Von Zeit zu Zeit muss aber die Fassade erneuert oder wenigstens angestrichen werden und das Zeichen zu erhalten, bedeutet mehr Arbeit. Deshalb sind bis heute nur der goldene Stern aus blauem Kreis am Haus Nr. 1222, der goldene Schafbock an Nr. 1223, das Bild des Messias an Nr. 1230 und der blaue Stern auf weißem Kreis an Nr. 1231 erhalten geblieben. Neueren Datums sind die Stilisierung der Koskova Handelsfirma und die drei Sterne am Haus Nr. 1234. Am Haus Nr. 1213 ist kein Baum im Kranz mehr, am Haus Nr. 1229 kein Löwe, noch die goldene Kugel in der Nische des Hauses Nr. 1237, oder der Elefant an Nr. 1238 und auch nicht mehr die beiden Äxte auf Sandstein am Haus Nr. 1242, im welchem der Fleischer war. Das neueste Hauszeichen – Lampen (kahany) – kam in den 90. Jahren des 20. Jahrhunderts am Haus Nr. 1236 hinzu, welches Eigentum der Familie Kahanec wurde.